Ein frisches Gemüsefach verhindert muffige Gerüche im ganzen Kühlschrank und sorgt dafür, dass Obst und Gemüse länger knackig bleiben. Für ein geruchsneutrales, hygienisches Schubfach brauchst du vor allem warmes Wasser, etwas mildes Spülmittel und ein bis zwei einfache Hausmittel wie Natron oder Essig.
Wenn sich nach dem Putzen schnell wieder Gerüche bilden, steckt meist altes Kondenswasser, verschütteter Saft oder schimmelnde Pflanzenreste hinter dem Problem.
Warum das Gemüsefach so schnell müffelt
Das Gemüsefach ist der feuchteste Bereich im Kühlschrank, deshalb sammelt sich dort gern Kondenswasser. Zusammen mit kleinen Gemüseresten, Erde von Wurzelgemüse und auslaufenden Verpackungen entsteht ein idealer Nährboden für Bakterien und Schimmelsporen, die üble Gerüche verursachen.
Häufige Ursachen sind:
- vergessene Salatblätter oder Kräuterreste in der Ecke
- ausgelaufener Gemüsesaft oder Obstsaft am Boden oder in der Rille
- zu volle Schubladen, in denen nichts mehr richtig trocknen kann
- zu niedrige Temperatur oder defekte Dichtung, sodass sich innen mehr Feuchtigkeit sammelt
Je eher du feuchte und klebrige Stellen entfernst, desto schneller wirst du Gerüche los und verhinderst, dass sie ins Plastik einziehen.
Gemüsefach gründlich reinigen: Schrittfolge für geruchsfreies Plastik
Für eine gründliche Reinigung lohnt es sich, die Schublade komplett auszubauen. Nur so kommst du an alle Ecken, Kanten und die Führungsschienen.
So gehst du vor:
- Kühlschrank vorbereiten: Temperatur etwas höher stellen oder Gerät ausschalten. Lebensmittel aus dem unteren Bereich kurz in eine Kühltasche stellen.
- Schublade und Glasboden entfernen: Gemüsefach vorsichtig herausziehen, leicht anheben und komplett herausnehmen. Wenn darüber ein Glasboden liegt, diesen nach Herstellerhinweis ebenfalls entnehmen.
- Groben Schmutz entfernen: Welke Blätter, Gurkenenden, Zwiebelreste und Verpackungsfetzen entsorgen. Lose Krümel mit Küchenpapier oder einem kleinen Handfeger aufnehmen.
- Mit Spülmittel vorreinigen: Schublade im Spülbecken mit warmem Wasser füllen, einen Spritzer mildes Spülmittel zugeben und mit einem weichen Schwamm gründlich auswischen. Auch Griffmulden und Ecken nicht vergessen.
- Rillen und Kanten reinigen: Für schlecht zugängliche Stellen eine weiche Bürste, alte Zahnbürste oder eine Flaschenbürste verwenden und alle Rillen entlangfahren.
- Glasplatte putzen: Glasboden mit warmem Spüliwasser abwischen, Kanten und Silikonleisten mit einem Tuch oder einer Bürste bearbeiten.
- Mit klarem Wasser nachspülen: Schublade und Glasboden mit klarem Wasser abspülen, damit keine Spülmittelreste bleiben, die Geruch oder Geschmack auf Lebensmittel übertragen könnten.
- Trocknen lassen: Teile mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen und vollständig an der Luft trocknen lassen, damit sich später kein neues Kondenswasser an schlecht abgetrockneten Stellen sammelt.
Wenn nach dieser Reinigung noch ein muffiger Restgeruch bleibt, sitzt die Ursache oft im Kunststoff selbst oder im Bereich dahinter.
Gerüche entfernen mit Natron, Essig und Co.
Leichte Gerüche verschwinden nach einer gründlichen Spülmittelwäsche meist von allein. Wenn der Kunststoff aber über längere Zeit mit Lauge, Zwiebelresten oder gärendem Obstsaft in Kontakt war, hilft ein Hausmittel, das Geruchsstoffe bindet oder Bakterien hemmt.
Bewährte Mittel sind:
- Natron oder Backpulver: bindet Gerüche und wirkt leicht alkalisch.
- Haushaltsessig oder Essigessenz (verdünnt): wirkt gegen Bakterien und neutralisiert Kalkspuren.
- Zitronensaft: sorgt für frischen Duft und hilft gegen leichte Gerüche.
Eine einfache Vorgehensweise für hartnäckige Gerüche ist eine Behandlung mit Natron:
- 1–2 Esslöffel Natron in eine Schüssel geben.
- Mit etwas warmem Wasser zu einer dicklichen Paste verrühren.
- Paste dünn auf den Innenflächen der Schublade verteilen, besonders an Stellen, wo vorher Flüssigkeit gestanden hat.
- 15–30 Minuten einwirken lassen, ohne dass die Schicht völlig austrocknet.
- Mit einem nassen weichen Schwamm abwischen und gründlich mit klarem Wasser nachspülen.
Wenn du lieber mit Essig arbeitest, kannst du etwas Haushaltsessig mit Wasser mischen (ungefähr im Verhältnis 1:2), die Flächen damit abwischen und anschließend mit Wasser nachreinigen. Essigessenz immer deutlich stärker verdünnen und an einer unauffälligen Stelle testen, falls du unsicher bist, wie dein Kunststoff reagiert.
Verborgene Geruchsquellen rund um das Gemüsefach
Manchmal bleibt ein Geruch, obwohl die Schublade sauber wirkt. Dann stammt die Ursache nicht aus der Schublade selbst, sondern aus dem Bereich dahinter oder darunter. Vor allem im Randbereich zwischen Glasplatte und Gehäuse oder in den Führungsschienen sammeln sich gerne Reste.
Diese Stellen solltest du prüfen:
- Führungsschienen und Rollen: Mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel auswischen, anschließend trocken nachwischen.
- Kanten der Glasplatte: Zwischen Glas und Kunststoffrahmen können sich Tropfen sammeln. Mit einem dünnen Spültuch oder Baumwolltuch in die Ritze gehen.
- Rahmen unter der Glasplatte: Manche Modelle haben eine Kunststoffumrandung, unter die Flüssigkeit laufen kann. Mit einer Sprühflasche etwas Spülwasser einsprühen und mit einem Tuch wieder aufnehmen.
- Dichtung an der Kühlschranktür in Höhe des Gemüsefachs: Schmutz in der Falz kann gammeln und schlechte Gerüche freisetzen.
Wenn du bei einem dieser Punkte klebrige Stellen entdeckst, lohnt sich eine gründliche Reinigung, selbst wenn sie etwas fummeliger ist. Häufig verschwindet danach ein lange rätselhafter Geruch endgültig.
Feuchtigkeit, Temperatur und Schimmel vermeiden
Damit das Gemüsefach langfristig frei von Gerüchen bleibt, spielen Feuchtigkeit und Temperatur eine entscheidende Rolle. Zu hohe Luftfeuchtigkeit fördert Schimmel und Fäulnis, zu niedrige Temperatur kann vor allem empfindliches Gemüse schädigen und dann ebenfalls schnell riechen.
Hilfreiche Einstellungen und Maßnahmen:
- Die Kühlschranktemperatur im mittleren Bereich auf ungefähr 4–7 Grad einstellen.
- Gemüse möglichst trocken einlagern, gewaschene Blätter vorher abtropfen und mit Küchenpapier abtupfen.
- Feuchte Lebensmittel in lockeren Beuteln, Stoffbeuteln oder Dosen mit kleinen Lüftungsöffnungen aufbewahren.
- Kondenswasser im Fachboden und an der Rückwand regelmäßig mit einem Tuch abwischen.
Wenn sich trotz dieser Maßnahmen wiederholt Schimmel im Fach bildet, lohnt ein Blick auf die Türdichtung und den Wasserablauf an der Rückwand des Geräts. Ist beides verschmutzt oder zugesetzt, staut sich Wasser, das auf Dauer für schlechte Luft sorgt.
Alltagssituationen und wie du sie löst
Viele Geruchsprobleme haben einen sehr typischen Auslöser, den man mit dem richtigen Blick schnell identifizieren kann. Drei klassische Situationen kommen in Haushalten besonders häufig vor.
Nach dem Urlaub riecht das Fach streng
Oft bleibt ein halber Salatkopf oder ein angebrochenes Päckchen Kräuter im Fach, wenn man verreist. In der warmen Phase ohne Öffnen des Kühlschranks beginnen diese Reste zu faulen, Saft läuft aus und trocknet unsauber an.
In diesem Fall reicht Spülwasser oft nicht aus. Eine Kombination aus gründlicher Reinigung, Natronbehandlung und Kontrolle der Ränder unter der Glasplatte ist sinnvoll. Danach das Fach noch einige Stunden offen und leer trocknen lassen, bevor neues Gemüse hineinkommt.
Zwiebel- oder Knoblauchgeruch sitzt im Kunststoff
Offene Zwiebelstücke oder angeschnittene Knoblauchzehen geben aromatische Stoffe ab, die leicht in Kunststoffteile eindringen. Selbst wenn der Bereich sauber ist, bleibt dann ein deutlicher Geruch zurück.
Hilfreich ist eine wiederholte Reinigung mit Natronpaste, eventuell kombiniert mit einem anschließenden Wischen mit mildem Essigwasser. Zusätzlich empfiehlt es sich, Zwiebeln und Knoblauch in gut schließenden Behältern aufzubewahren und nicht direkt im Gemüsefach zu lagern.
Immer wieder muffiger Geruch trotz regelmäßigem Putzen
Wenn du das Fach regelmäßig reinigst und es trotzdem nach kurzer Zeit müffelt, deutet das auf ein systematisches Feuchtigkeitsproblem hin. Häufig liegt dann ständig etwas zu feuchtes Gemüse im Fach, oder der Wasserablauf im Kühlschrank arbeitet nicht zuverlässig.
In dieser Situation hilft es, eine Zeitlang bewusster auf trockene Lagerung zu achten, Kondenswasser häufiger wegzuwischen und den Ablaufkanal an der Rückwand mit einem Wattestäbchen oder Pfeifenreiniger vorsichtig freizumachen. Bleibt der Geruch dennoch, sollte das gesamte Gerät einmal gründlicher gereinigt werden, nicht nur der untere Bereich.
Typische Fehler bei der Reinigung des Gemüsefachs
Die meisten Probleme entstehen nicht durch fehlende Putzmotivation, sondern durch kleine Ungenauigkeiten, die man leicht vermeiden kann. Es lohnt sich, auf ein paar Stolperfallen zu achten.
- Zu aggressive Reiniger: Starke Chlorreiniger, scharfe Scheuermittel oder unverdünnte Essigessenz können Kunststoff angreifen, matt machen oder brüchig werden lassen.
- Rauhe Schwämme oder Scheuerschwämme: Sie hinterlassen feine Kratzer, in denen sich später Schmutz und Bakterien besser festsetzen.
- Unvollständiges Trocknen: Wenn Schublade und Glasboden innen noch feucht eingesetzt werden, sammelt sich das Wasser erneut in Ecken und Rillen.
- Gemüse bei der Reinigung ungekühlt stehen lassen: Vor allem bei empfindlichen Lebensmitteln wie Beeren oder Blattsalat ist eine Kühltasche oder ein kalter Raum hilfreich, damit sie nicht leiden.
Wenn du auf milde Reiniger, weiche Lappen und gründliches Trocknen achtest, bleibt das Material länger schön und lässt sich bei jeder nächsten Reinigung leichter säubern.
So bleibt das Gemüsefach langfristig geruchsneutral
Regelmäßige kleine Handgriffe verhindern, dass du alle paar Monate eine große Putzaktion starten musst. Ein kurzer Blick beim Einräumen und Ausräumen spart auf Dauer viel Arbeit.
Diese Gewohnheiten haben sich bewährt:
- Beim Wocheneinkauf alte Reste prüfen und zu lange gelagerte Teile entsorgen.
- Blätter und Stiele, die schon matschig sind, direkt vor dem Einräumen abtrennen.
- Stark riechende Lebensmittel wie Lauch, Kohl oder Zwiebeln in geschlossenen Boxen lagern.
- Einmal pro Woche einen schnellen Wisch mit einem leicht feuchten Tuch und etwas mildem Reinigungsmittel machen.
- Optional ein kleines Schälchen mit Natron oder Backpulver im Kühlschrank platzieren, das Gerüche aus der Umgebungsluft bindet (regelmäßig wechseln).
Wenn diese Routinen sitzen, bleibt der Kühlschrankinnenraum insgesamt frischer, und das Gemüse hält meist spürbar länger.
Welche Reiniger sich für das Gemüsefach eignen – und welche nicht
Damit das Fach sauber und geruchsarm bleibt, brauchst du keine aggressiven Spezialmittel. Viele starke Produkte hinterlassen Rückstände, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen und außerdem den Kunststoff angreifen können. Greife deshalb bevorzugt zu milden Varianten, die hygienisch reinigen, aber schonend bleiben.
Bewährt haben sich:
- Lauwarmes Wasser mit etwas Spülmittel: Löst frische Verschmutzungen, Fett und angetrocknete Reste zuverlässig.
- Essigwasser (verdünnt): Eigenet sich für den Randbereich und die Glasplatte über dem Fach, wirkt gegen Kalk und leichte Gerüche.
- Natronlösung: Bindet Gerüche und hilft bei leicht schleimigen Belägen durch verdorbenes Gemüse.
- Alkoholreiniger oder Haushaltsalkohol (sehr dünn aufgetragen): Für die abschließende Desinfektion nach einer gründlichen Reinigung, etwa nach Schimmelbefall oder verdorbener Ware.
Verzichte im Gemüsebereich möglichst auf chlorhaltige Reiniger, starke Scheuermittel und Produkte mit scharfem Lösungsmittelgeruch. Sie können den Kunststoff matt wirken lassen, Risse begünstigen und lange in der Luft im Kühlschrank hängen. Wenn du dennoch ein stärkeres Mittel einsetzen musst, reinige im Anschluss noch einmal mit klarem Wasser nach und lasse alles offen auslüften, bevor wieder Lebensmittel in das Fach kommen.
Bei empfindlicher Haut lohnen sich Handschuhe, besonders bei längeren Reinigungsaktionen mit Essig oder Alkohol. So vermeidest du trockene Hände und kannst gründlicher arbeiten, ohne abbrechen zu müssen.
Lebensmittel richtig lagern, damit gar nicht erst Geruch entsteht
Wie du dein Gemüse einsortierst, entscheidet stark darüber, wie sauber und frisch das Fach bleibt. Selbst das beste Reinigungsritual nützt wenig, wenn dort ständig feuchte Blätter, offene Zwiebelreste oder austretende Flüssigkeiten liegen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten reduzierst du Geruch und Verschmutzungen spürbar.
- Gemüse trocknen: Frisch gewaschenes Gemüse oder Salatblätter nur vollständig abgetrocknet hineinlegen. Stehende Feuchtigkeit auf dem Fachboden begünstigt schleimige Beläge und dumpfe Gerüche.
- Empfindliche Sorten schützen: Pilze, Beeren oder weiche Tomaten leicht belüftet in Dosen oder Schalen lagern, damit keine Saftlachen entstehen.
- Blätter und Verpackungen prüfen: Welke Blätter von Kohl, Lauch oder Salat vor dem Einräumen entfernen. Außenverpackungen mit Erde oder Sand möglichst draußen entsorgen.
- Geruchsintensive Lebensmittel abtrennen: Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch eher im klassischen Kühlschrankbereich in geschlossenen Dosen aufbewahren, damit die Ausdünstungen nicht dauerhaft im Kunststoff hängen bleiben.
- Erste-Rein-Logik: Frisch gekaufte Ware nach hinten oder nach unten, ältere nach vorne. So verwendest du empfindliche Stücke frühzeitig und es verdirbt weniger im Verborgenen.
Legst du dünne, wiederverwendbare Unterlagen oder waschbare Kühlschrankmatten in das Fach, fängst du Tropfwasser und Krümel ab. Diese Einlagen lassen sich schnell unter dem Wasserhahn reinigen, während das eigentliche Fach länger sauber bleibt. Achte aber darauf, dass sie plan aufliegen, damit die Luft noch zirkulieren kann und keine versteckten Feuchtstellen entstehen.
Geruchsneutral arbeiten, ohne das Raumklima im Kühlschrank zu stören
Viele Duftprodukte überdecken nur den Geruch, verändern aber gleichzeitig das Innenklima im Kühlschrank oder übertragen Aromen auf Lebensmittel. Für einen frischen Eindruck brauchst du deshalb Mittel, die Gerüche binden oder abbauen, anstatt sie zu überparfümieren.
Hilfreich sind vor allem neutrale Geruchsabsorber:
- Offene Schale mit Natron oder Backpulver: Im Kühlschrank platziert, nimmt das Pulver Gerüche aus der Luft auf. Etwa alle vier Wochen austauschen.
- Kleine Schale mit Kaffeesatz (trocken): Bindet besonders starke Lebensmittelgerüche, sollte aber nicht direkt neben offen gelagertem Gemüse stehen, um Aromaübertragungen zu vermeiden.
- Kühlschrank-Geruchsabsorber ohne Duftstoffe: Spezielle Gele oder Aktivkohle-Produkte aus dem Handel können im oberen Bereich des Gerätes stehen, während das Gemüsefach selbst frei bleibt.
Verwende Duftreiniger nur außen am Gerät, also an Tür, Griffen und Gehäuse. Innen ist es sinnvoller, mit geruchsneutralen Produkten zu arbeiten. Nach jeder inneren Reinigung lohnt sich eine kurze Lüftungsphase: Fach herausnehmen, Tür ein paar Minuten geöffnet lassen und dabei gründlich trocknen. So können flüchtige Stoffe entweichen, bevor wieder Lebensmittel einziehen.
Wenn du gern mit Zitrusduft arbeitest, nutze Zitronenschale besser nur im Putzwasser und spüle mit klarem Wasser nach. Direkt ausgelegte Scheiben oder Schalen im Kühlschrank können ätherische Öle an Gemüse übertragen, was später beim Kochen oder Rohverzehr störend wirken kann.
Wann sich ein genauer Blick auf Dichtungen, Ablaufrinne und Gerät lohnt
Manchmal wirkt das Innenfach sauber, trotzdem nimmt man einen unangenehmen Geruch wahr. In solchen Fällen sitzen die Ursprünge häufiger in Bauteilen, die leicht übersehen werden: Abdichtungen, Fugen, Ablaufrinne oder sogar die Rückwand. Ein gründlicher Kontrollgang spart dir wiederholtes Ausräumen und Scheuern ohne Ergebnis.
- Türdichtungen: Mit einem feuchten Lappen und etwas Spülwasser in alle Falten und Zwischenräume fahren. Bleibt der Lappen grau oder krümelig, wiederholen, bis er sauber bleibt. Abschließend trockenreiben, damit nichts schimmelt.
- Ablaufrinne und -loch: Bei vielen Geräten verläuft an der Rückwand eine Rinne, über die Kondenswasser abläuft. Mit Wattestäbchen, Pfeifenreiniger oder einer schmalen Bürste vorsichtig reinigen, wenn sich dort Schmutz oder Biofilm gesammelt hat.
- Glasplatte über dem Gemüsebereich: Herausnehmen und an den Rändern, besonders an der Vorderkante, gründlich abwischen. Dort sammelt sich gern Feuchtigkeit, die Geruch entwickelt.
- Unterkante über dem Gemüsebereich: Die Unterseite der Glas- oder Kunststoffabdeckung kontrollieren. Kleine Tropfen, Flecken oder Anhaftungen können bei geschlossenem Gerät intensiv riechen.
Wenn du trotz sorgfältiger Reinigung immer noch einen auffälligen Geruch bemerkst, hilft es, kurz mit der Hand vorsichtig an den Luftauslässen und an der Rückwand entlang zu riechen, während das Gemüsefach draußen ist. So grenzt du ein, ob die Ursache wirklich im Bereich des Fachs liegt oder tiefer im Gerät steckt. Bei älteren Kühlschränken, die schon länger unangenehm riechen, kann eine Kombination aus gründlicher Komplettreinigung und dauerhaftem Geruchsabsorber im Innenraum sinnvoll sein.
Plane für all diese Arbeitsschritte etwas Zeit ein und schalte das Gerät nicht unnötig lange aus. Je schneller du systematisch vorgehst, desto besser bleibt die Kühlkette erhalten und desto weniger Energie verbraucht das Gerät nach dem Wiederanstellen.
Häufige Fragen rund um ein sauberes, geruchsfreies Gemüsefach
Wie oft sollte ich das Gemüsefach reinigen?
Einmal im Monat gründlich auszuräumen und zu putzen reicht in den meisten Haushalten aus. Wenn du viel frisches Gemüse lagerst oder häufiger mal etwas ausläuft, ist ein Intervall von zwei Wochen sinnvoll.
Bei welcher Temperatur bleibt das Gemüsefach am frischesten?
Die meisten Kühlschränke halten im unteren Bereich etwa 2 bis 4 Grad, das ist ideal für viele Gemüsesorten. Wichtig ist eine stabile, leicht kühle Temperatur, damit sich weniger Kondenswasser bildet und Keime sich langsamer vermehren.
Darf ich Essig im Kühlschrank zum Putzen verwenden?
Essig eignet sich sehr gut, um Kalk, leichte Schimmelspuren und Gerüche zu lösen. Spüle danach immer gründlich mit klarem Wasser nach und trockne alles, damit kein stechender Essiggeruch im Innenraum bleibt.
Was hilft am besten gegen hartnäckigen Kunststoffgeruch?
Eine Paste aus Natron und etwas Wasser, die du dünn aufträgst und etwa 30 Minuten einwirken lässt, bindet viele Gerüche aus dem Material. Anschließend gründlich abspülen und trockenreiben, damit kein Pulver im Fach zurückbleibt.
Kann ich Duftsprays im Gemüsebereich einsetzen?
Duftsprays und Raumerfrischer haben im Kühlschrank nichts zu suchen, weil sie Lebensmittel geschmacklich beeinflussen können. Besser ist es, auf geruchsneutralisierende Hausmittel wie Natron, Kaffeepulver in einer Schale oder Aktivkohle zurückzugreifen.
Wie verhindere ich, dass sich wieder Schimmel im Gemüsebereich bildet?
Wische Feuchtigkeit sofort auf, sortiere angeschlagenes oder schimmliges Gemüse direkt aus und lasse das Fach nie lange klatschnass stehen. Ein leicht geöffneter Kühlschrank für ein paar Minuten nach der Grundreinigung hilft, Restfeuchte entweichen zu lassen.
Ist Spülmittel ausreichend zur Reinigung?
Für die normale Unterhaltsreinigung reicht mildes Spülmittel mit warmem Wasser völlig aus. Bei sehr starken Gerüchen oder Schimmelspuren solltest du zusätzlich Natron oder Essigwasser verwenden, um Bakterien und Pilze zuverlässiger zu beseitigen.
Darf das Gemüsefach in die Spülmaschine?
Viele Schubladen sind spülmaschinengeeignet, aber nicht alle Kunststoffe vertragen die hohen Temperaturen. Schau vorher in die Bedienungsanleitung oder auf Markierungen an der Schublade und verwende eher das Schonprogramm, um Verformungen zu verhindern.
Wie bewahre ich stark riechendes Gemüse am besten auf?
Zwiebeln, Lauch oder Knoblauch solltest du möglichst in gut schließenden Dosen oder verschließbaren Beuteln lagern. So verteilen sich die intensiven Aromen nicht in der Schublade und setzen sich weniger im Kunststoff fest.
Was mache ich, wenn nach dem Putzen immer noch ein Restgeruch bleibt?
Stell eine Schale mit Natron oder trockenem Kaffeepulver für ein bis zwei Tage in die leere Schublade oder in den Kühlschrankbereich. In dieser Zeit binden die Pulver viele verbliebene Geruchsmoleküle, sodass der Restgeruch meist deutlich nachlässt.
Kann ich Desinfektionsmittel im Gemüsebereich verwenden?
Desinfektionsmittel nur sparsam und gezielt bei Verdacht auf starke Keimbelastung oder nach Schimmelbefall anwenden. Danach muss alles gründlich mit Wasser nachgespült werden, damit keine Rückstände an Lebensmitteln landen.
Wie erkenne ich, ob Dichtungen Geruchsquelle sind?
Wenn es im Bereich der Tür besonders streng riecht, obwohl die Schublade sauber ist, solltest du die Falten der Dichtung genau prüfen. Lässt sich dort Schmutz oder Stockflecken erkennen, reinigen und trocknen die Rillen sorgfältig, um die Geruchsquelle zu beseitigen.
Fazit
Mit einer klaren Schrittfolge aus Ausräumen, Reinigen, Desinfizieren bei Bedarf und gründlichem Trocknen bleibt das Gemüsefach hygienisch und frei von Gerüchen. Natron, Essigwasser und gute Luftzirkulation sind dabei deine wichtigsten Helfer. Wenn du verdorbene Lebensmittel schnell aussortierst und Feuchtigkeit reduzierst, musst du dich dauerhaft kaum noch mit unangenehmen Gerüchen im Kühlschrank beschäftigen.