Schuhsohlen säubern · Schmutz und Steine entfernen

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 27. Februar 2026 18:19

Je schneller du nach dem Tragen reagierst, desto leichter lässt sich Schmutz lösen und desto weniger setzt sich etwas tief ins Profil. Schuhsohlen säubern klappt am zuverlässigsten, wenn du zuerst trocken arbeitest (ausklopfen, bürsten, Steine lösen) und erst danach mit wenig Wasser nachreinigst. So verhinderst du, dass Matsch zur Schmierpaste wird, und du schonst gleichzeitig das Profil, die Klebenähte und das Material der Sohle.

Gerade in der Küche, im Flur oder auf hellen Böden fällt es sofort auf, wenn Sohlen etwas mitbringen. Dazu kommt ein praktischer Punkt: Kleine Steinchen im Profil können nicht nur Geräusche machen, sondern auch Kratzer verursachen oder sich beim Laufen unangenehm bemerkbar machen. Mit ein paar Hausmitteln, der richtigen Reihenfolge und einem kleinen „Sohlen-Ritual“ bekommst du das schnell in den Griff, ohne jedes Mal das ganze Bad zu fluten.

Warum Schmutz und Steine so hartnäckig in der Sohle hängen bleiben

Schuhsohlen sind für Grip gemacht. Das Profil hat Rillen, Lamellen, Stollen oder feine Kanten, die sich in den Untergrund „krallen“. Genau diese Strukturen fangen aber auch alles ein, was klein, kantig oder klebrig ist. Steine verkeilen sich besonders gern, wenn das Profil eher eckige Aussparungen hat. Matsch und Sand drücken sich in die Vertiefungen, trocknen an und werden dann zu einer harten Schicht. Im Winter kommt noch Streusalz dazu, das Feuchtigkeit bindet und beim Trocknen kristallisiert. Dadurch wirken Sohlen schnell grau, stumpf oder „schmutzig“, selbst wenn du sie kurz abgespült hast.

Ein weiterer Grund ist Feuchtigkeit. Solange Schmutz feucht ist, lässt er sich oft leicht abstreifen. Sobald er trocken ist, haftet er stärker. Der beste Moment zum Reinigen ist deshalb entweder sofort nach dem Tragen oder bewusst nach dem vollständigen Antrocknen, wenn du trocken bürsten kannst. Dazwischen, in dieser halbnassen Phase, schmierst du Schmutz oft nur tiefer ins Profil.

Erst prüfen: Welche Sohle hast du und was steckt drin?

Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Blick. Der Aufwand hängt stark davon ab, ob du eine fein profilierte Sneaker-Sohle, eine grobe Outdoor-Sohle oder eine sehr weiche Gummimischung hast.

Feines Profil (Sneaker, Alltagsschuhe)

Hier sitzen oft kleine Steinchen, Sand und schwarzer Staub. Mit einer Bürste und einem dünnen Werkzeug bekommst du das meist schnell raus. Wasser brauchst du eher zum Finish.

Grobes Profil (Wanderschuhe, Arbeitsschuhe)

Hier hängen Matschklumpen, Lehm und größere Steinchen. Trockenes Ausklopfen und eine kräftige Bürste sind der wichtigste Schritt. Wasser kommt erst, wenn der grobe Dreck runter ist.

Anleitung
1Schuhe aneinander ausklopfen oder die Sohlen vorsichtig über dem Mülleimer abklopfen, damit lose Krümel rausfallen.
2Mit der Bürste trocken über das Profil gehen, besonders über die Kanten und Vertiefungen.
3Steine lösen, solange noch nicht alles nass ist.
4Erst danach, wenn nötig, mit wenig warmem Spülwasser nacharbeiten.
5Mit einem Tuch trockenreiben, damit nichts in die Wohnung tropft.

Weiche Sohlen (leichte Sportschuhe)

Weiche Gummis nehmen Schmutz gern an und können bei zu aggressivem Schrubben schnell „aufrauen“. Hier ist weniger Druck und mehr Geduld sinnvoll.

Klebrige Verschmutzung (Kaugummi, Teer, Harz)

Das ist eine eigene Kategorie. Dafür brauchst du eher Tricks mit Kälte oder Öl statt klassischem Waschen.

Wenn du dir bewusst machst, welche Art Schmutz du vor dir hast, sparst du dir viel unnötiges Schrubben.

Eine kleine Grundausstattung, die wirklich hilft

Du brauchst kein Spezialset. Mit ein paar einfachen Dingen bist du für fast alles gerüstet:

  • eine feste Bürste (Handbürste oder alte Spülbürste mit harten Borsten)
  • eine alte Zahnbürste für Ecken und feines Profil
  • ein stumpfes, schmales Werkzeug zum Steine lösen (Holzspieß, Kabelbinder, Plastikspatel, alter Löffelstiel)
  • Küchenpapier oder ein altes Tuch
  • eine Schüssel mit warmem Wasser
  • Spülmittel
  • optional: Natron, grobes Salz, Essig (sparsam), etwas Speiseöl

Wichtig ist vor allem eine Bürste, die du ausschließlich dafür nutzt. Ein Küchen-Schwamm ist dafür meist zu weich und verteilt den Schmutz eher, als dass er ihn aus den Rillen holt.

Die Schnellroutine für jeden Tag

Wenn du dir eine kurze Routine angewöhnt hast, werden Sohlen selten richtig schlimm. Die folgenden Schritte dauern meist nur wenige Minuten und verhindern, dass du später mit eingetrocknetem Lehm kämpfst.

  1. Schuhe aneinander ausklopfen oder die Sohlen vorsichtig über dem Mülleimer abklopfen, damit lose Krümel rausfallen.
  2. Mit der Bürste trocken über das Profil gehen, besonders über die Kanten und Vertiefungen.
  3. Steine lösen, solange noch nicht alles nass ist.
  4. Erst danach, wenn nötig, mit wenig warmem Spülwasser nacharbeiten.
  5. Mit einem Tuch trockenreiben, damit nichts in die Wohnung tropft.

Diese Reihenfolge ist der wichtigste Trick überhaupt. Trocken zuerst, nass zuletzt.

Steine entfernen, ohne das Profil zu beschädigen

Steine sind oft das Nervigste, weil sie fest verkeilt sind. Viele kratzen dann mit Messer oder Metallspitze herum und beschädigen dabei das Profil oder rutschen ab. Sicherer ist ein stumpfes Werkzeug.

Die Methode mit Holzspieß oder Kabelbinder

Ein Holzspieß ist stabil genug, aber weich genug, um die Sohle nicht zu zerkratzen. Ein Kabelbinder funktioniert ähnlich: Die Kante ist stabil, aber nicht scharf. Setze an einer Ecke des Steins an und hebel ihn langsam heraus. Wenn der Stein sehr fest sitzt, hilft es, die Sohle leicht zu biegen, damit der Druck nachlässt.

Die Methode „von der Seite, nicht von oben“

Viele drücken von oben in die Fuge. Das verkeilt den Stein oft noch mehr. Besser ist, seitlich an der kleinsten Lücke anzusetzen und den Stein leicht zu drehen, bis er sich löst.

Wenn Sand alles blockiert

Manchmal sitzt nicht ein Stein fest, sondern ein Gemisch aus Sand und kleinen Splittern. Dann hilft trockenes Bürsten, danach ein kurzer Schwall warmes Wasser und sofort wieder Bürsten. Wichtig ist, nicht zu lange zu wässern, sonst klebt der feine Sand wie Paste.

Schmutzart 1: Matsch und Lehm schnell loswerden

Matsch sieht schlimm aus, ist aber gut beherrschbar, wenn du die Reihenfolge richtig wählst.

Variante A: Sofort reinigen, solange es noch feucht ist

Wenn du direkt nach Hause kommst und der Schmutz noch weich ist, kannst du ihn oft mit einem Stock, Holzspatel oder Küchenpapier grob abnehmen. Danach kurz bürsten, dann mit warmem Spülwasser nacharbeiten. Wichtig ist, nicht den ganzen Schuh nass zu machen, sondern wirklich nur die Sohle.

Variante B: Antrocknen lassen und trocken abbürsten

Bei Lehm ist das oft sogar besser. Lass den Schmutz vollständig trocknen. Dann wird er spröde und bricht aus dem Profil. Klopfe die Sohlen aus, bürste kräftig und arbeite erst danach mit einem minimal feuchten Tuch nach. So vermeidest du die typische Lehmschmiere, die sich sonst überall verteilt.

Extra-Trick bei tiefem Profil

Wenn große Klumpen in den Stollen hängen, drücke die Sohle leicht zusammen und bürste dabei diagonal. Durch die Bewegung lösen sich die Kanten oft leichter.

Schmutzart 2: Feiner Staub, Sand und grauer Film

Feiner Straßenstaub setzt sich besonders auf glatten Sohlenflächen ab und lässt Schuhe sofort „schmuddelig“ wirken. Hier bringt trockenes Bürsten allein manchmal nicht genug, weil es eher poliert als entfernt.

So klappt es sauber:

  • Erst trocken ausklopfen und bürsten
  • Dann eine Schüssel warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel
  • Bürste eintauchen, überschüssiges Wasser abstreifen
  • Sohle kräftig bürsten, danach mit einem feuchten Tuch abnehmen
  • Zum Schluss trockenreiben

Der Schlüssel ist, mit wenig Wasser zu arbeiten. Wenn du die Sohle komplett unter den Wasserhahn hältst, läuft der Schmutz in Kanten und Übergänge und du hast mehr Arbeit als vorher.

Schmutzart 3: Kaugummi von der Schuhsohle entfernen

Kaugummi ist klebrig und reagiert am besten auf Kälte oder kontrolliertes Ablösen.

Kälte-Trick

Wenn es ein einzelner Klecks ist, kannst du den Schuh in einen Beutel stecken und für eine Weile ins Gefrierfach legen. Der Kaugummi wird hart und lässt sich dann mit einem stumpfen Werkzeug abhebeln. Das funktioniert besonders gut bei glatten Sohlenflächen.

Alternative ohne Gefrierfach

Du kannst auch ein Kühlpack (in ein Tuch gewickelt) von außen gegen die Stelle drücken, bis der Kaugummi spürbar härter wird. Danach abheben und die Reste mit etwas Spülwasser entfernen.

Wichtig ist, nicht mit heißem Wasser zu starten. Wärme macht Kaugummi weicher und verteilt ihn eher.

Schmutzart 4: Teer, Bitumen und schwarzer Asphaltfilm

Teer ist hartnäckig, weil er ölhaltig ist. Wasser hilft kaum. Hier ist ein fettlösender Ansatz sinnvoll, aber dosiert, damit nichts in Materialübergänge kriecht.

So gehst du vor:

  • Grobe Stücke mechanisch abheben, ohne zu schmieren
  • Einen Tropfen Speiseöl auf Küchenpapier geben und die Stelle vorsichtig betupfen
  • Kurz warten, dann den gelösten Film abnehmen
  • Danach mit Spülmittel nachreinigen, weil Öl sonst selbst Schmutz bindet
  • Trockenreiben

Arbeite hier lieber in mehreren kleinen Durchgängen. Zu viel Öl auf einmal verteilt den Teerfilm eher über eine größere Fläche.

Schmutzart 5: Streusalz und weiße Ränder im Winter

Streusalz hinterlässt kristalline Rückstände. Auf der Sohle wirkt das oft wie ein weißer Schleier. Das lässt sich meist gut mit warmem Wasser und etwas Spülmittel entfernen. Wenn der Schleier hartnäckig ist, kann ein ganz leicht essighaltiges Wischwasser helfen, aber wirklich sparsam und anschließend mit klarem Wasser nachwischen.

Wichtig ist, danach gründlich zu trocknen, weil Salz Feuchtigkeit anzieht. Wenn die Sohle feucht bleibt, wirkt sie schnell wieder stumpf.

Schmutzart 6: Öl, Fett und „schmierig“ glänzende Sohlen

Fettige Sohlen sind nicht nur unschön, sie können auch rutschiger werden. Hier hilft Spülmittel, weil es Fett besser löst als viele andere Hausmittel.

Eine praxistaugliche Methode:

  • Küchenpapier nutzen, um Überschuss aufzunehmen
  • Bürste in warmes Spülwasser tauchen und die Sohle gründlich bürsten
  • Mit klarem Wasser nachwischen
  • Trockenreiben, damit kein Schmierfilm bleibt

Wenn du danach immer noch rutschige Stellen fühlst, war vermutlich noch Fettfilm in den Vertiefungen. Dann lohnt sich eine zweite kurze Runde mit frischem Spülwasser.

Schuhsohlen säubern je nach Profil: drei typische Fälle

Grobes Outdoor-Profil

Hier zählt: erst trocken lösen, dann nass nachreinigen. Wenn du sofort nass arbeitest, bekommst du Lehm in jede Ecke. Bei Outdoor-Schuhen lohnt sich außerdem, den Schuh so zu halten, dass der Schmutz nach unten abfällt, statt über den Rand zu laufen.

Sneaker mit feinen Rillen

Hier sind Bürste und Zahnbürste dein Duo. Arbeite quer zu den Rillen, nicht nur in Laufrichtung, damit du den Dreck aus den Kanten hebst. Danach kurz feucht abwischen und trocken polieren.

Glatte Sohlenflächen mit wenigen Kanten

Hier sammelt sich weniger Matsch, aber mehr Film. Spülwasser und ein Tuch wirken oft besser als wildes Bürsten. Wenn schwarze Streifen entstehen, sind das häufig Abriebspuren, die du eher wegwischen als „aus dem Profil holen“ musst.

Der beste Ablauf, wenn du die Wohnung sauber halten willst

Viele reinigen Sohlen erst, wenn sie schon im Flur stehen. Dann liegt der Schmutz oft bereits am Boden. Ein kleiner Ablauf verhindert das:

  • Schuhe direkt an der Tür kurz ausklopfen
  • Steine sofort entfernen, bevor du ins Zimmer läufst
  • Wenn es nass war: Sohle kurz mit einem Tuch abwischen
  • Schuhe so abstellen, dass sie trocknen können, statt in einer Pfütze zu stehen

Wenn du häufig draußen unterwegs bist, lohnt sich eine kleine Bürste oder ein Schuhabstreifer im Eingangsbereich. Das ist keine Deko, sondern eine echte Zeitersparnis.

Schwarze Streifen auf Böden und wie du sie vermeidest

Schwarze Streifen entstehen oft durch weiche Gummisohlen, die auf glatten Böden minimal abreiben. Besonders auffällig ist das auf hellen Fliesen, Vinyl oder Laminat. Saubere Sohlen reduzieren das Risiko, weil weniger Schmutzfilm als „Schmiermittel“ wirkt. Komplett verhindern lässt es sich bei manchen Sohlenmischungen trotzdem nicht.

Was hilft:

  • Sohlen trocken und sauber halten
  • nicht mit nassen, sandigen Sohlen über den Boden schieben
  • im Flur eine Matte, die wirklich Schmutz aufnimmt und nicht nur „nett aussieht“

Wenn du bereits Streifen auf dem Boden hast, lassen sie sich oft mit einem leicht feuchten Tuch und etwas Spülmittel entfernen. Für sehr empfindliche Böden ist weniger Wasser und mehr sanftes Reiben meist die bessere Wahl.

Hausmittel, die bei Schuhsohlen besonders gut funktionieren

Spülmittel als Allrounder

Spülmittel löst Fett und Schmutzfilm zuverlässig. Es ist für die meisten Sohlenmaterialien unproblematisch, solange du nicht literweise Wasser nutzt.

Natron gegen Gerüche und Film

Natron ist hilfreich, wenn Sohlen muffig riechen oder ein klebriger Film bleibt. Du kannst eine Paste aus Natron und wenig Wasser anrühren, dünn auftragen, kurz einwirken lassen und dann abbürsten. Danach gut abspülen und trockenreiben.

Grobes Salz als „Schmutzlöser“

Salz wirkt leicht scheuernd. Bei zähem Schmutzfilm kann das helfen, wenn du es mit einer feuchten Bürste einarbeitest. Danach gründlich abspülen, damit keine Kristalle im Profil bleiben.

Essig ist bei Sohlen eher eine Option für Salz- oder Kalkränder, nicht für fettige Verschmutzung. Wenn du Essig nutzt, dann sehr mild und anschließend klar nachwischen.

Trocknen: der unterschätzte Schritt

Eine Sohle, die nach der Reinigung feucht bleibt, sammelt wieder schneller Schmutz. Außerdem können sich Gerüche eher halten. Trocknen heißt nicht, den Schuh auf die Heizung zu knallen. Es heißt: Wasser wegnehmen und Luft dranlassen.

So klappt es gut:

  • Sohle mit einem alten Handtuch gründlich trockenreiben
  • Schuhe so stellen, dass Luft ans Profil kommt
  • bei stark nassen Schuhen Zeitungspapier in den Schuh legen, damit innen Feuchtigkeit rausgeht, die sonst nach unten zieht

Wenn du das regelmäßig machst, brauchst du viel seltener intensive Reinigungsaktionen.

Häufige Fehler beim Sohlenreinigen

Viele Probleme entstehen durch ein paar typische Gewohnheiten:

Zu früh nass arbeiten, obwohl noch viel grober Schmutz dran ist. Das macht aus Krümeln eine Paste.

Zu viel Druck mit Metallwerkzeugen. Das kann Profilkanten beschädigen oder die Sohle aufreißen.

Die Sohle komplett unter Wasser halten. Dadurch läuft Schmutz in Übergänge und du bekommst später neue Ränder.

Ein altes, fettiges Putztuch nutzen. Das verteilt Film und macht Sohlen eher schmierig.

Mit Geduld, Bürste und einem kontrollierten Wasseranteil bist du fast immer schneller fertig und das Ergebnis wirkt sauberer.

Alltagssituationen, die viele kennen und wie du sie schnell löst

Kinder kommen mit Kies vom Spielplatz

Hier hängen oft viele kleine Steinchen fest. Ein Kabelbinder oder Holzspieß ist ideal, weil du schnell arbeiten kannst, ohne das Profil zu beschädigen. Danach kurz trocken bürsten, damit kein Sandfilm übrig bleibt, der später im Flur landet.

Nach dem Spaziergang im Regen ist alles voller Matsch

Wenn es wirklich viel Matsch ist, lohnt sich Antrocknen lassen. Dann ausklopfen, trocken bürsten, Steine lösen und erst am Ende kurz mit Spülwasser nachreinigen. So bleibt der Dreck draußen und du hast nicht überall Spritzer.

Im Winter klebt Salz und die Sohle wirkt grau

Warm abwischen ist hier oft genug. Ein leicht feuchtes Tuch mit einem Spritzer Spülmittel, danach klares Nachwischen und trockenreiben. Das verhindert, dass Salz Feuchtigkeit bindet und du ständig wieder diesen grauen Schleier bekommst.

Der „Zwei-Bürsten“-Trick für dauerhaft saubere Sohlen

Wenn du häufig reinigen musst, hilft eine einfache Trennung: eine grobe Bürste nur für Matsch und groben Dreck, eine kleinere Bürste für feines Profil und den letzten Schliff. Dadurch bleibt die feine Bürste wirklich „fein“ und du schmierst keinen groben Sand in die kleinen Rillen.

Das klingt banal, macht aber im Alltag einen großen Unterschied, weil du schneller ein sauberes Finish bekommst.

Häufige Fragen zum Thema

Wie bekomme ich Steine aus dem Profil, ohne die Sohle zu beschädigen?

Am besten nutzt du ein stumpfes Werkzeug wie Holzspieß oder Kabelbinder und hebelst den Stein seitlich aus der kleinsten Lücke heraus. Metallspitzen sind riskanter, weil sie abrutschen und Profilkanten verletzen können. Wenn der Stein sehr fest sitzt, hilft es, die Sohle leicht zu biegen, damit die Spannung nachlässt.

Soll ich Schuhsohlen lieber trocken oder nass reinigen?

Trocken zuerst ist fast immer besser, besonders bei Matsch, Sand und Steinchen. Nass reinigen lohnt sich als zweiter Schritt, wenn der grobe Schmutz weg ist und du Film oder Reststaub entfernen willst. So verhinderst du Schmiererei und bekommst ein saubereres Ergebnis.

Was hilft gegen Kaugummi an der Schuhsohle?

Kälte ist der einfachste Weg. Im Gefrierfach oder mit einem Kühlpack wird Kaugummi hart und lässt sich dann mit einem stumpfen Werkzeug abheben. Danach bleiben meist nur kleine Reste, die du mit Spülwasser entfernen kannst.

Wie entferne ich Teer oder Bitumen von der Sohle?

Mechanisch so viel wie möglich abheben und danach sehr sparsam mit einem Tropfen Speiseöl auf Küchenpapier arbeiten, um den Film zu lösen. Anschließend unbedingt mit Spülmittel nachreinigen, damit kein Ölfilm zurückbleibt. Mehrere kleine Durchgänge sind meist besser als ein großer.

Warum sehen Sohlen nach dem Abspülen manchmal trotzdem schmutzig aus?

Oft bleibt ein feiner Straßenfilm oder Fettfilm zurück, der beim Trocknen als grauer Schleier sichtbar wird. Spülmittel und Bürste lösen diesen Film deutlich besser als reines Wasser. Zum Schluss hilft trockenes Polieren mit einem Tuch.

Kann ich Schuhsohlen mit Essig reinigen?

Bei Salzrändern kann eine sehr milde Essiglösung helfen, sollte aber sparsam eingesetzt und danach mit klarem Wasser nachgewischt werden. Für fettigen Schmutz ist Essig weniger geeignet, dafür ist Spülmittel besser. Zu viel Säure kann bei manchen Materialien auf Dauer ungünstig sein.

Wie verhindere ich, dass Schmutz in die Wohnung getragen wird?

Ein kurzer Trocken-Check an der Tür hilft: ausklopfen, Steinchen lösen, einmal bürsten. Eine Matte, die wirklich Schmutz aufnimmt, ergänzt das gut. Bei nassem Wetter wirkt ein Tuch zum schnellen Abwischen der Sohle sofort.

Was tun, wenn die Sohle rutschig geworden ist?

Rutschigkeit kommt häufig von Fettfilm oder feinem Schmutzfilm. Spülmittel, warme Bürstenreinigung und gründliches Abspülen helfen meist schnell. Danach gut trocknen, damit kein glatter Film stehen bleibt.

Sind schwarze Streifen auf dem Boden ein Zeichen für „schmutzige Sohlen“?

Nicht immer. Manche weiche Gummimischungen hinterlassen Abrieb auf glatten Böden, auch wenn die Sohle sauber ist. Saubere Sohlen reduzieren das Problem oft, weil weniger Schmutzfilm als Schmierfläche wirkt, ganz ausschließen lässt es sich aber nicht bei jeder Sohle.

Wie bekomme ich feinen Sand aus sehr kleinen Rillen?

Erst trocken bürsten, dann kurz mit warmem Wasser nachspülen und sofort wieder bürsten. Wenn du nur spülst, bleibt Sand gern als Paste im Profil. Eine Zahnbürste hilft bei sehr feinen Strukturen besonders gut.

Wie oft sollte man Schuhsohlen säubern?

Das hängt davon ab, wie oft du draußen unterwegs bist und wie empfindlich deine Böden sind. Für viele reicht eine kurze Routine nach nassem oder schmutzigem Wetter und ansonsten gelegentliches Bürsten. Wer helle Böden hat oder Kinder im Haus, profitiert von einem schnellen Tür-Ritual nach jedem Spaziergang.

Zusammenfassung

Schuhsohlen säubern wird deutlich einfacher, wenn du zuerst trocken arbeitest: ausklopfen, bürsten, Steine lösen. Danach folgt nur bei Bedarf ein kurzer Feinschliff mit warmem Spülwasser, damit Film und Reststaub verschwinden. Für Spezialfälle wie Kaugummi oder Teer sind Kälte und ein sehr dosierter Öl-Trick oft wirksamer als langes Schrubben. Mit konsequentem Trocknen und einer kleinen Routine an der Tür bleibt der Schmutz dort, wo er hingehört, und nicht auf dem Boden im Wohnzimmer.

Fazit

Saubere Sohlen sind weniger Aufwand, als viele denken, wenn die Reihenfolge stimmt. Trocken lösen, gezielt nachreinigen, gründlich trocknen ist die Kombination, die Schmutz, Split und Film zuverlässig entfernt und gleichzeitig das Profil schont. Wer Steine früh herausnimmt und Matsch nicht halbnass verschmiert, spart sich später die harte Arbeit und hält den Eingangsbereich spürbar sauberer.

Checkliste
  • eine feste Bürste (Handbürste oder alte Spülbürste mit harten Borsten)
  • eine alte Zahnbürste für Ecken und feines Profil
  • ein stumpfes, schmales Werkzeug zum Steine lösen (Holzspieß, Kabelbinder, Plastikspatel, alter Löffelstiel)
  • Küchenpapier oder ein altes Tuch
  • eine Schüssel mit warmem Wasser
  • Spülmittel
  • optional: Natron, grobes Salz, Essig (sparsam), etwas Speiseöl

Schreibe einen Kommentar