Damit ein Mikrofasertuch saugstark bleibt, kommt es vor allem auf die richtige Waschtemperatur, ein passendes Waschmittel und den Verzicht auf Weichspüler an. Wasch das Tuch nach dem Gebrauch gründlich aus, entferne groben Schmutz und lass es vollständig trocknen. Je nach Einsatzbereich solltest du außerdem Küchen-, Bad- und Staubtücher getrennt behandeln.
Was Mikrofasertücher sauber und saugfähig hält
Mikrofasertücher bestehen aus sehr feinen Kunstfasern. Ihre Struktur nimmt Flüssigkeit, Fett und Staub gut auf. Rückstände von Weichspüler, reichhaltigen Waschmitteln oder Hautpflegeprodukten können diese feinen Fasern jedoch verkleben. Das Tuch fühlt sich dann weich an, nimmt Wasser aber schlechter auf und hinterlässt beim Wischen eher Schlieren.
Auch hohe Temperaturen, aggressive Reiniger und der Wäschetrockner können die Fasern oder die Form des Tuchs beeinträchtigen. Orientiere dich deshalb immer zuerst am Pflegeetikett. Die folgende Methode eignet sich für übliche Reinigungstücher aus Mikrofaser, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt.
Nach dem Putzen richtig vorwaschen
Schüttle das Tuch zunächst draußen oder über dem Mülleimer aus, wenn sich trockener Staub, Haare oder Krümel darin befinden. Spüle es anschließend unter lauwarmem Wasser aus. Bei Fett oder starkem Schmutz gib einen kleinen Tropfen Spülmittel auf die verschmutzte Stelle und arbeite ihn vorsichtig mit den Fingern ein.
Verwende kein heißes Wasser, wenn das Tuch mit Ei, Milch oder anderen eiweißhaltigen Flecken verschmutzt ist. Wärme kann solche Rückstände festsetzen. Lauwarmes Wasser reicht für die erste Reinigung meist aus. Wringe das Tuch danach gut aus und hänge es so auf, dass Luft an beide Seiten gelangt.
Waschmaschine: Temperatur und Waschmittel
Für die Maschinenwäsche sind meist 40 Grad ausreichend. Bei stark verschmutzten Tüchern kann, sofern das Pflegeetikett es erlaubt, eine höhere Temperatur sinnvoll sein. Sortiere Mikrofasertücher nach Farben und Einsatzbereichen. Tücher aus Küche oder Bad sollten nicht gemeinsam mit solchen gewaschen werden, die für Toilette, Tierbereiche oder besonders schmutzige Flächen verwendet wurden.
Nutze ein flüssiges oder fein dosiertes Voll- beziehungsweise Colorwaschmittel. Eine Überdosierung hinterlässt Rückstände in den Fasern. Weichspüler gehört nicht in die Wäsche, weil er die Saugfähigkeit deutlich verringern kann. Verzichte ebenfalls auf Waschmittel mit rückfettenden Zusätzen und auf Produkte, die ausdrücklich für Wolle oder empfindliche Textilien gedacht sind.
- Mikrofasertücher möglichst separat oder mit ähnlichen Synthetiktextilien waschen.
- Reißverschlüsse, Haken und grobe Baumwollstoffe fernhalten, damit die Fasern nicht aufgeraut werden.
- Die Waschmaschine nicht zu voll beladen, damit Wasser und Waschmittel alle Tücher erreichen.
- Auf Duftperlen und Weichspüler verzichten.
Schritt für Schritt zu einem saugstarken Tuch
- Entferne trockenen Schmutz durch Ausschütteln oder Ausspülen.
- Behandle Fettstellen mit wenig Spülmittel vor und spüle sie danach aus.
- Lege die Tücher locker in die Waschmaschine und beachte die Pflegeangaben.
- Wasche sie mit etwa 40 Grad und einer sparsamen Menge geeignetem Waschmittel.
- Kontrolliere nach dem Waschen, ob noch Geruch, Fettfilm oder sichtbare Rückstände vorhanden sind.
- Hänge die Tücher glatt oder locker ausgebreitet zum Trocknen auf.
Riecht ein Tuch nach dem Waschgang noch unangenehm, solltest du es nicht sofort in den Schrank legen. Ein zusätzlicher Waschgang ohne Weichspüler kann Rückstände entfernen. Bleibt der Geruch bestehen, ist die Faser möglicherweise dauerhaft verunreinigt oder die Waschmaschine selbst benötigt eine Reinigung.
Trocknen ohne Schäden an den Fasern
Am schonendsten trocknen Mikrofasertücher an der Luft. Hänge sie nicht feucht übereinander, sondern sorge für Abstand und gute Belüftung. Direkte starke Hitze, etwa auf einem Heizkörper, kann die Fasern unnötig belasten.
Der Wäschetrockner ist nur geeignet, wenn das Pflegeetikett ihn erlaubt. Wähle dann eine niedrige Temperatur und verzichte auf Trocknertücher. Diese können ähnlich wie Weichspüler einen Film auf der Oberfläche hinterlassen. Bügeln solltest du Mikrofasertücher nicht.
Diese Fehler mindern die Reinigungsleistung
Der häufigste Fehler ist Weichspüler. Er macht das Material zwar kurzfristig geschmeidig, lagert sich aber zwischen den Fasern ab. Auch Öl, Wachse und fetthaltige Pflegeprodukte beeinträchtigen die Aufnahmefähigkeit. Deshalb gehören Mikrofasertücher nicht in eine Wäsche mit stark verschmutzten Küchenhandtüchern oder öligen Arbeitskleidern.
Chlorbleiche und aggressive Fleckenmittel können die Farbe und die Faserstruktur beschädigen. Essig ist kein geeigneter Ersatz für Weichspüler und sollte nicht ohne Beachtung der Herstellerangaben eingesetzt werden. Bei Tüchern für empfindliche Oberflächen wie Displays oder beschichtete Möbel ist außerdem wichtig, dass keine groben Partikel in den Fasern bleiben.
Wenn das Tuch nicht mehr saugt
Prüfe zuerst, ob ein schmieriger Film auf der Oberfläche sitzt. Spüle das Tuch mit warmem Wasser aus und wasche es anschließend mit wenig Waschmittel ohne Weichspüler. Bei älteren Rückständen können zwei Waschgänge nötig sein.
Teste die Saugfähigkeit nach dem Trocknen mit einigen Tropfen Wasser. Zieht das Wasser ein, ist das Tuch wieder einsatzbereit. Perlt es ab oder verteilt es sich nur auf der Oberfläche, können dauerhaft abgelagerte Pflege- oder Waschmittelreste die Ursache sein. Dann lohnt sich eine weitere Reinigung nur, wenn das Material noch intakt ist. Ausgeleierte, harte oder stark fusselnde Tücher sollten für grobe Arbeiten weiterverwendet und nicht mehr auf empfindlichen Flächen eingesetzt werden.
Häufige Fragen zur Pflege von Mikrofasertüchern
Kann man Mikrofasertücher mit normalem Waschmittel waschen?
Ja, ein mild dosiertes Flüssigwaschmittel ist für viele Mikrofasertücher geeignet. Wichtig ist, die Dosierangabe einzuhalten und auf Weichspüler sowie rückfettende Zusätze zu verzichten.
Bei wie viel Grad werden Mikrofasertücher sauber?
In vielen Fällen reichen 40 Grad aus. Bei stärkeren Verschmutzungen darfst du die Temperatur nur erhöhen, wenn das Pflegeetikett dies erlaubt.
Warum darf kein Weichspüler verwendet werden?
Weichspüler legt sich als Film auf die feinen Fasern. Dadurch nimmt das Tuch weniger Wasser und Schmutz auf und kann beim Putzen Schlieren hinterlassen.
Kann man Mikrofasertücher mit Essig waschen?
Essig ist nicht grundsätzlich nötig und kann je nach Material, Waschmaschine und Herstellerangabe ungeeignet sein. Für die normale Pflege genügen Wasser, ein passendes Waschmittel und gründliches Trocknen.
Dürfen Mikrofasertücher in den Trockner?
Das hängt vom Pflegeetikett ab. Wenn der Trockner erlaubt ist, solltest du eine niedrige Temperatur wählen und auf Trocknertücher verzichten.
Wie oft sollte man ein Mikrofasertuch waschen?
Nach jedem intensiven Einsatz sollte es ausgespült und bei sichtbarer Verschmutzung gewaschen werden. Für leichte Staubarbeiten reicht manchmal das Ausschütteln und Auslüften, solange das Tuch sauber und geruchsfrei bleibt.
Für den nächsten Einsatz sauber lagern
Lege vollständig trockene Tücher locker zusammen und bewahre sie trocken und staubgeschützt auf. Getrennte Stapel für Küche, Bad, Glas und grobe Verschmutzungen verhindern, dass Schmutz oder Reinigungsmittel auf empfindliche Oberflächen gelangen. So bleibt die feine Faserstruktur länger funktionsfähig und das Tuch nimmt beim nächsten Wischen wieder zuverlässig Flüssigkeit auf.