Spülmittelreste aus Besteckkorb entfernen | so geht’s

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 17. Mai 2026 14:00

Festsitzende Spülmittelreste im Besteckkorb lassen sich meist vollständig entfernen, wenn du sie mit heißem Wasser, Bürste und etwas Essig oder Geschirrspülreiniger mechanisch löst und gründlich nachspülst. Wichtig ist, auch die Hohlräume und Fugen zu reinigen, damit keine Reste zurückbleiben und das Geschirr wieder sauber aus der Maschine kommt.

Wenn sich immer wieder klebrige oder schlierige Beläge im Korb bilden, hilft eine Kombination aus gründlicher Handreinigung, einem kurzen Einweichen und kleinen Änderungen bei Dosierung und Beladung der Spülmaschine.

Warum sich Spülmittelreste im Besteckkorb ablagern

Rückstände von Spülmittel oder Tabs sammeln sich oft zuerst im Besteckkorb, weil sich dort viele kleine Ecken und Kanten befinden. Wenn das Wasser nicht richtig zirkulieren kann oder zu viel Reiniger dosiert wird, trocknen diese Reste an und bilden klebrige Schichten oder weiße Beläge.

Typische Ursachen sind eine Überdosierung von Pulver, Gel oder Tabs, stark verschmutztes Geschirr mit eingetrockneten Speiseresten und eine ungünstige Beladung, bei der Sprüharme blockiert werden. Auch sehr hartes Wasser spielt eine Rolle, weil es Ablagerungen aus Kalk und Reinigerrückständen begünstigt.

Viele Nutzer unterschätzen außerdem, wie stark sich Fettablagerungen mit Spülmittel verbinden können. Die Mischung aus Fett, Eiweiß und Reiniger bildet dann eine zähe Schicht, die sich mit normalem Spülgang kaum mehr löst. Wenn das mehrfach hintereinander passiert, wird der Kunststoff des Korbes mit der Zeit immer klebriger.

So erkennst du typische Spülmittelreste im Besteckkorb

Bevor du loslegst, hilft ein genauer Blick auf die Art der Ablagerung. Anhand von Farbe, Oberfläche und Geruch kannst du recht gut einschätzen, womit du es zu tun hast und wie intensiv du reinigen solltest.

Zu den häufigsten Formen von Belägen gehören:

  • Schlierige, leicht schmierige Schichten an den Gitterstäben
  • Weiße, teils kreidige Beläge in Ecken und am Korbboden
  • Klebrige Stellen, an denen Krümel oder Speisereste festhängen
  • Ein leichter Spülmittel- oder Chemiegeruch auch nach dem Spülgang

Wirkt der Belag fettig und riecht nach Speiseresten, steckt meist eine Mischung aus Fett, Essensresten und Reiniger dahinter. Wirkt er eher pulvrig-weiß, handelt es sich oft um angetrocknete Pulverreste oder in Kombination mit hartem Wasser um eine Mischung aus Reiniger und Kalk.

Schnelle Grundreinigung: So bekommst du den Korb wieder sauber

Eine gründliche Handreinigung entfernt in vielen Fällen alle Spülmittelreste im Besteckkorb. Der Aufwand liegt meist bei wenigen Minuten, wenn du ein paar einfache Schritte beachtest.

Eine bewährte Vorgehensweise ist:

  1. Besteckkorb aus der Spülmaschine nehmen und leeren.
  2. Große Krümel und lose Reste ausschütteln oder mit der Hand entfernen.
  3. Spülbecken oder eine Schüssel mit sehr warmem Wasser füllen.
  4. Etwas Spülmittel oder ein paar Spritzer Essig ins Wasser geben.
  5. Korb ins Wasser legen und einige Minuten einweichen lassen.
  6. Mit einer weichen Bürste (Flaschen- oder Spülbürste) alle Gitterstäbe, Ecken und den Boden abbürsten.
  7. Anschließend gründlich mit klarem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Wenn die Ablagerungen nur dünn sind, reicht diese Kur meist aus. Wichtig ist, mit der Bürste auch die Unterseite des Korbes und die kleinen Zwischenräume der Besteckfächer zu bearbeiten, weil sich dort besonders viel sammelt.

Hartnäckige Spülmittelkrusten lösen

Bei älteren Belägen haben sich Reinigerreste regelrecht mit dem Kunststoff verbunden. In solchen Fällen hilft reines Einweichen oft nicht weiter, es braucht zusätzlich eine Kombination aus Wärme, einem leicht sauren oder alkalischen Reiniger und mechanischem Schrubben.

Anleitung
1Besteckkorb aus der Spülmaschine nehmen und leeren.
2Große Krümel und lose Reste ausschütteln oder mit der Hand entfernen.
3Spülbecken oder eine Schüssel mit sehr warmem Wasser füllen.
4Etwas Spülmittel oder ein paar Spritzer Essig ins Wasser geben.
5Korb ins Wasser legen und einige Minuten einweichen lassen — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Wenn du sehr feste, teils dicke Schichten entdeckst, kannst du so vorgehen:

  • Den Korb in sehr heißes, aber noch handwarmes Wasser legen. Je wärmer, desto besser lösen sich fette und tensidhaltige Rückstände.
  • Ein bis zwei Esslöffel Essigessenz oder einen Schuss Zitronensäurelösung ins Wasser geben, wenn die Beläge eher weiß und kalkig wirken.
  • Bei gelblichen, fettigen Schichten lieber eine kleine Menge fettlösenden Küchenreiniger oder etwas höher dosiertes Spülmittel nutzen.
  • Deutlich länger einweichen lassen, etwa 20 bis 30 Minuten, damit die Schichten aufweichen.
  • Anschließend mit einer festen, aber nicht kratzenden Bürste jede Strebe einzeln bearbeiten.

Greife besser nicht zu Topfschwämmen mit Metall oder zu scharfen Gegenständen. Sie können den Kunststoff beschädigen und kleine Riefen erzeugen, in denen sich bei den nächsten Spülgängen noch schneller neue Beläge festsetzen.

Wenn sich Rückstände zwischen zwei Kunststoffschichten festsetzen

Bei manchen Besteckkörben gibt es zwei übereinanderliegende Einsätze: unten der grobe Korb, oben ein Einsatz mit schmaleren Fächern. Zwischen diesen Teilen können sich Reinigerrückstände und Schmutz verstecken, die du von außen kaum siehst.

Wenn der Korb auch nach der Reinigung noch leicht nach Spülmittel riecht oder beim Drüberstreichen innen etwas schmierig wirkt, lohnt sich ein Blick auf solche Zwischenräume. Prüfe, ob der obere Einsatz abnehmbar ist. In vielen Fällen kannst du die Einsätze vorsichtig auseinanderdrücken oder per Klicksystem lösen.

Ein sinnvoller Ablauf sieht so aus:

  1. Einsätze voneinander trennen und alle Teile auf sichtbare Beläge kontrollieren.
  2. Jedes Teil einzeln in warmem Wasser einweichen.
  3. Schmale Zwischenräume mit einer alten Zahnbürste oder einer kleinen Detailbürste reinigen.
  4. Offene Kanten, in die Wasser und Spülmittel eingedrungen sind, besonders intensiv schrubben.
  5. Alle Teile gründlich abspülen, trocknen lassen und erst dann wieder zusammensetzen.

Wenn der Kunststoff innen verfärbt erscheint, obwohl alle Beläge entfernt wurden, handelt es sich häufig um dauerhafte Materialveränderungen und nicht mehr um abwaschbare Spülmittelreste. Solange der Korb sauber und geruchsfrei ist und keine Risse hat, kannst du ihn in der Regel weiterverwenden.

Beispiele aus dem Alltag

Viele Haushalte erleben ähnliche Probleme mit ihrem Besteckkorb, auch wenn die Ursachen im Detail leicht abweichen. Ein Blick auf typische Situationen hilft, das eigene Problem besser einzuordnen und passende Lösungen zu wählen.

In einer Familie, in der oft mit Pulver gespült wurde, zeigte sich am Boden des Besteckkorbes ein hartnäckiger, weißlicher Belag. Nach dem Umstieg von Pulver auf Kombi-Tabs wurden die Reste zwar weniger, aber verschwanden nicht ganz. Erst als der Korb über Nacht in einer warmen Essiglösung eingeweicht und anschließend gründlich gebürstet wurde, lösten sich die verbackenen Schichten. Danach reichte eine normale Pflege mit gelegentlichem Abspülen, um neue Beläge zu vermeiden.

In einem anderen Haushalt fiel auf, dass der Korb manchmal nach Spülmittel roch und das Besteck leicht schmierig war, obwohl moderne Tabs verwendet wurden. Hier lag die Ursache bei einer sehr vollen Beladung und einem regelmäßig blockierten Sprüharm. Nach dem Umstellen auf eine lockerere Beladung und dem gelegentlichen Durchspülen des Korbes im Waschbecken verschwanden sowohl Geruch als auch Schmierfilm.

Ein drittes Beispiel: In einer kleinen Küche mit sehr hartem Leitungswasser zeigten sich im Korb überwiegend helle, kreidige Beläge. Ein Entkalker für die Maschine war zwar in Gebrauch, aber der Wasserhärtegrad war deutlich zu niedrig eingestellt. Nach dem Korrigieren der Einstellung, einem Leerlauf mit Maschinenreiniger und einer gründlichen Handwäsche des Korbes blieb dieser wieder längere Zeit frei von Ablagerungen.

Spülmittelreste gezielt verhindern

Damit der Besteckkorb nach der Reinigung länger sauber bleibt, lohnt es sich, ein paar Gewohnheiten bei der Nutzung der Spülmaschine anzupassen. Kleine Änderungen bei Dosierung, Beladung und Pflege wirken hier stark.

Einige Punkte, die sich bewährt haben:

  • Reiniger sparsam dosieren und sich an die Herstellerempfehlung halten, statt „auf Verdacht“ mehr zu nehmen.
  • Sehr grobe Essensreste vor dem Einräumen kurz in den Müll oder in den Bioabfall streifen.
  • Den Besteckkorb nicht komplett überfüllen, damit Wasserstrahlen alle Bereiche erreichen.
  • Regelmäßig kontrollieren, ob sich die Sprüharme frei drehen können und nicht durch hohes Geschirr blockiert werden.
  • Ab und zu ein heißes Programm laufen lassen, damit Fett- und Tensidreste besser abgebaut werden.

Ein zusätzlicher Tipp: Wenn du den Korb ohnehin in der Hand hast, etwa beim Ausräumen, lohnt ein kurzer Kontrollblick. Fallen kleine Schlieren oder Krümel auf, lässt sich der Korb in diesem Moment schnell unter dem Wasserhahn abspülen, bevor sich wieder dickere Schichten bilden.

Wann sich ein Austausch des Besteckkorbes lohnt

Manchmal hat ein Korb so viele Jahre und Durchgänge hinter sich, dass sich Materialschäden und alte Ablagerungen häufen. Selbst nach gründlicher Reinigung können dann Stellen bleiben, die brüchig wirken oder immer wieder Beläge ansetzen.

Hinweise auf einen sinnvollen Austausch sind starke Verfärbungen, bröselige Kunststoffteile, ausgebrochene Gitterstäbe oder scharfe Kanten, an denen man hängenbleibt. Wenn zusätzlich auch nach mehreren Reinigungsversuchen noch ein deutlicher Chemie- oder Muffgeruch aus dem Korb kommt, spricht viel für ein Ersatzteil.

Ein neuer Korb ist meist schnell eingesetzt und kostet je nach Hersteller und Modell überschaubare Beträge. Gerade wenn ohnehin häufiger Ärger mit nicht richtig sauberem Besteck besteht, kann ein frischer Korb in Kombination mit etwas angepasster Pflege die Spülergebnisse merklich verbessern.

Der richtige Umgang nach der Reinigung

Nach einer intensiven Säuberung des Besteckkorbes sorgst du mit ein paar Handgriffen dafür, dass das Ergebnis lange anhält. Entscheidend ist, dass der Korb vollständig trocknen kann und frei von Reinigerrückständen bleibt, bevor er wieder in der Maschine landet.

Stelle den Korb nach dem Abspülen für eine Weile kopfüber auf ein Geschirrtuch oder in das Abtropfgestell. So läuft verbliebenes Wasser aus Hohlräumen ab. Wenn du ohnehin die Spülmaschine innen reinigst, kannst du den Korb parallel behandeln und später gemeinsam mit den Körben und Schienen wieder einsetzen.

Beim anschließenden Spülgang lohnt ein kurzer Blick, ob sich das Spülergebnis verbessert hat. Wirken Besteck und Gläser sauberer und riechen neutral, hat sich die Mühe gelohnt und du hast eine gute Basis, um mit leichter Pflege den Zustand zu halten.

Natron, Essig & Co.: schonende Helfer gegen Rückstände

Haushaltsübliche Mittel wie Natron und Essigessenz eignen sich sehr gut, um Ablagerungen im Besteckbehälter zu lösen, ohne das Material zu strapazieren. Dabei gehst du behutsam vor, damit weder Kunststoff noch Metallteile Schaden nehmen.

So lässt sich ein Korb schonend mit Hausmitteln behandeln:

  • Natroneinweichbad: Eine Schüssel mit heißem Wasser füllen, etwa zwei Esslöffel Natron einrühren und den Korb vollständig eintauchen. Nach 30 bis 60 Minuten Einwirkzeit löst du verbliebene Beläge leichter mit einer weichen Bürste.
  • Essig zum Entfetten: Bei fettigen, leicht schmierigen Rückständen hilft ein Spritzer Essigessenz im Spülwasser. Er löst Fettfilme und Seifenreste, ohne dass du stark schrubben musst. Danach immer gründlich mit klarem Wasser nachspülen.
  • Kombination aus Natron und Essig: Für Ablagerungen in kleinen Ecken kannst du Natron direkt auf die angefeuchtete Stelle geben und ein paar Tropfen Essig daraufträufeln. Die aufschäumende Reaktion lockert den Belag, den du anschließend auswäschst.
  • Spülmittelfreies Nachspülen: Nach jeder Reinigung mit Hausmitteln den Korb unter fließendem, warmem Wasser ausspülen, damit keine neuen Schichten entstehen.

Hausmittel ersetzen aggressive Spezialreiniger und sind für die meisten Geschirrkörbe ausreichend. Wichtig ist, sie nicht überdosiert einzusetzen und zwischen Kunststoff, Metall und eventuell vorhandenen Gummiteilen zu unterscheiden. Gummierte Bereiche sollten nicht stundenlang in stark konzentrierter Essiglösung liegen, da das Material mit der Zeit spröde werden kann.

Materialschonung: Was der Besteckkorb verträgt und was nicht

Je nach Spülmaschinenmodell bestehen Besteckkörbe aus einfachem Kunststoff, verstärkten Kunststoffmischungen oder sie besitzen Metallteile wie Griffe oder Verstrebungen. Damit während der Reinigung nichts beschädigt wird, solltest du das Material vorher kurz prüfen.

Wichtige Punkte, die du im Blick behalten solltest:

  • Kunststoffkörbe: Sie reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen außerhalb der Maschine, zum Beispiel wenn du sie in kochendes Wasser legst. Besser ist heißes, aber nicht sprudelndes Wasser. Auch harte Scheuerschwämme können die Oberfläche aufrauen, was künftige Ablagerungen begünstigt.
  • Verstärkte Böden und Stege: Viele Behälter haben zusätzliche Verstärkungen, an denen sich Rückstände sammeln. Nutze hier schmale Bürsten oder eine alte Zahnbürste, aber verzichte auf Metallbürsten und Messer, um Kratzer zu vermeiden.
  • Metallteile: Bei Griffen oder Halterungen aus Metall solltest du längerem Kontakt mit Essig oder stark sauren Reinigern aus dem Weg gehen, weil das zu Verfärbungen oder Korrosion führen kann. Ein kurzer Kontakt ist unproblematisch, längeres Einweichen besser mit neutralen Reinigern durchführen.
  • Farbig beschichtete Körbe: Bei farbigem Kunststoff oder Beschichtungen immer zuerst eine unauffällige Stelle testen. Verblasste Farben sind zwar ein rein optisches Problem, können aber bei neuen Geräten ärgerlich sein.

Wenn du dir unsicher bist, reicht bei vielen Ablagerungen eine Kombination aus warmem Wasser, einem Spritzer fettlösendem Reiniger und mechanischer Hilfe durch eine Bürste. So bleibt die Oberfläche des Korbes glatt, und neue Reste können sich schlechter festsetzen.

Reinigung des Korbes im Alltag einplanen

Damit sich gar nicht erst dicke Schichten aus Spülresten im Besteckbehälter aufbauen, lohnt es sich, ein paar Handgriffe fest in den Putzrhythmus zu übernehmen. Dabei musst du nicht jedes Mal eine große Aktion starten. Kleine, regelmäßige Schritte halten alles deutlich länger sauber.

Sinvolle Routine im Küchenalltag:

  • Wöchentliche Sichtkontrolle: Beim Ausräumen einen kurzen Blick in den Korb werfen. Entdeckst du einen milchigen Schleier oder einzelne Rückstände, spülst du ihn kurz unter heißem Wasser ab und bürstest die betroffenen Stellen.
  • Kurzspülung alle zwei bis drei Wochen: Den Korb aus der Maschine nehmen, in warmem Wasser mit etwas Reiniger durchspülen, Ritzen mit einer Bürste bearbeiten, abspülen und trocknen. Dieser Zwischenschritt verhindert hartnäckige Schichten.
  • Nutzung des Maschinenreinigungsprogramms: Viele Geräte haben ein spezielles Pflegeprogramm. Stelle bei diesen Durchläufen den Besteckkorb aufrecht in den oberen Bereich oder leg ihn seitlich, damit auch er von der höheren Reinigungsleistung profitiert.
  • Trockenphasen einhalten: Ein dauerhaft nasser Korb begünstigt Ablagerungen und Gerüche. Ideal ist es, die Spülmaschinentür nach dem Programm einen Spalt offen zu lassen, damit Korb und Innenraum schneller trocknen.

Mit dieser Routine genügt in vielen Haushalten eine gründlichere Grundreinigung nur noch in größeren Abständen. Das spart Zeit und Nerven, weil sich hartnäckige Beläge gar nicht erst in Ruhe aufbauen können.

Geruch, Verfärbungen und andere Begleiterscheinungen in den Griff bekommen

Spülmittelrückstände im Besteckkorb gehen häufig mit unangenehmen Begleiterscheinungen einher: Ein leicht muffiger Geruch, gelbliche Ränder oder graue Schleier sind typische Anzeichen. Wer nur den Korb ausspült, aber die übrigen Ursachen nicht angeht, hat die Ablagerungen schnell wieder im Gerät.

So bekommst du die Begleiterscheinungen systematisch weg:

  • Gerüche beseitigen: Nach der Reinigung des Korbes eine leere Spülmaschine mit einem Maschinenreiniger oder einer Mischung aus Essigessenz und heißem Wasser (Herstellerhinweise der Maschine beachten) durchlaufen lassen. Dabei den Korb wieder einsetzen, damit auch die Auflageflächen mitbehandelt werden.
  • Verfärbungen angehen: Leichte Verfärbungen an Kunststoffkörben lassen sich oftmals mit einem Natronbrei (Natron mit wenig Wasser anrühren) und einer weichen Bürste reduzieren. Stark eingezogene Verfärbungen sind optisch störend, aber nicht automatisch unhygienisch.
  • Schleier an Besteck und Körben vermeiden: Ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel kann neben dem Korb auch das Besteck milchig wirken lassen. Hier hilft es, die Dosierung anzupassen und regelmäßig Regeneriersalz und Klarspüler zu kontrollieren, damit das Wasser optimal aufbereitet wird.
  • Innenraum der Maschine mitbehandeln: Wenn sich im Korb Reste gesammelt haben, sitzen sie oft auch an Sprüharmen, Sieben und Dichtungen. Diese Teile in gleichen Abständen mitreinigen, sonst gelangen gelöste Reste wieder zurück in den Besteckbereich.

Der Korb ist ein sensibler Bereich im Geschirrspüler, weil dort viele kleine Teile und enge Fächer zusammenkommen. Mit gründlicher, aber materialschonender Pflege und einer passenden Dosierung des Reinigungsmittels bleibt er dauerhaft sauber, und Spülmittelreste haben deutlich schlechtere Chancen, sich neu anzulagern.

FAQ: Häufige Fragen zu Spülmittelresten im Besteckkorb

Wie oft sollte ich den Besteckkorb reinigen?

Eine gründliche Reinigung alle vier bis acht Wochen reicht in vielen Haushalten aus, je nachdem, wie häufig die Spülmaschine läuft. Bei sichtbaren Ablagerungen oder unangenehmem Geruch solltest du den Korb sofort ausspülen und bei Bedarf mit einer Bürste nacharbeiten.

Darf der Besteckkorb in die Spülmaschine zur Selbstreinigung?

Die meisten Körbe dürfen in der Maschine bleiben und werden bei jedem Spülgang mitgereinigt. Für eine gründliche Entfernung von Spülmittelrückständen ist es jedoch sinnvoll, ihn regelmäßig separat herauszunehmen und per Hand mit Bürste oder Schwamm zu säubern.

Welche Hausmittel helfen bei hartnäckigen Spülmittelkrusten?

Eine Mischung aus warmem Wasser und Essig oder Zitronensäure löst festsitzende Rückstände sehr gut. Bei dickeren Ablagerungen hilft es, den Korb darin einzuweichen und anschließend mit einer alten Zahnbürste die Schlitze und Ecken auszubürsten.

Kann Backpulver oder Natron den Besteckkorb beschädigen?

Backpulver und Natron sind in der Regel materialschonend, wenn du sie in Wasser auflöst und nicht mit viel Druck auf empfindlichen Kunststoff reibst. Spüle den Korb danach gründlich mit klarem Wasser ab, damit keine Pulverreste zurückbleiben.

Warum bilden sich trotz geeigneter Tabs noch Schaum- und Gelreste?

Oft liegt es an Überdosierung, zu niedriger Temperatur oder kurzen Sparprogrammen, bei denen sich die Tabs nicht vollständig auflösen. Auch eine teilweise verstopfte Sprüharmeinheit kann dafür sorgen, dass Reinigerreste im Bereich des Besteckkorbes hängen bleiben.

Wie verhindere ich, dass sich Rückstände in den Gitterstäben festsetzen?

Verwende keine zusätzlichen Handspülmittel in der Maschine und dosiere Pulver oder Tabs sparsam nach Herstellerangabe. Achte darauf, dass kein Besteck quer oder zu dicht gesteckt wird, damit Wasser ungehindert durch den Korb spritzen kann.

Was tun, wenn der Kunststoff des Korbes bereits spröde wirkt?

Spröder Kunststoff nimmt Schmutz und Spülmittelreste leichter an und lässt sich schlechter reinigen. In diesem Fall lohnt sich meist ein Austausch, weil Risse und scharfe Kanten zusätzlich das Geschirr beschädigen können.

Wie lange sollte der Besteckkorb in Essiglösung einweichen?

Bei leichten Ablagerungen genügen meist 15 bis 20 Minuten. Bei dicken Schichten kannst du die Einweichzeit auf bis zu eine Stunde verlängern, solltest den Korb danach aber gründlich mit Wasser abspülen.

Ist es sinnvoll, den Besteckkorb im Geschirrspüler zu entfernen?

Wenn du überwiegend große Teile wie Teller und Schüsseln reinigst, kann das Entfernen des Korbes zwischendurch Platz schaffen und den Wasserfluss verbessern. Für den Alltagsbetrieb mit gemischtem Geschirr ist der Korb jedoch praktisch und sollte regelmäßig gereinigt wieder eingesetzt werden.

Wie erkenne ich, ob Rückstände aus dem Besteckkorb auf das Besteck übergehen?

Du bemerkst meist einen schmierigen Film oder leichte Schlieren am Besteck, manchmal auch kleine matte Flecken. Wenn das Besteck direkt nach dem Spülgang nicht klar glänzt, lohnt sich ein Blick in den Korb und eine Reinigung.

Fazit

Mit regelmäßiger Pflege und der richtigen Dosierung von Reinigern lassen sich Spülmittelrückstände im Besteckkorb gut in den Griff bekommen. Ein kurzer Kontrollblick nach dem Spülgang und gelegentliches Einweichen verhindern, dass sich Ablagerungen festsetzen. So bleibt der Korb lange nutzbar, das Besteck wird sauber und die Spülmaschine arbeitet effizient.

Checkliste
  • Schlierige, leicht schmierige Schichten an den Gitterstäben
  • Weiße, teils kreidige Beläge in Ecken und am Korbboden
  • Klebrige Stellen, an denen Krümel oder Speisereste festhängen
  • Ein leichter Spülmittel- oder Chemiegeruch auch nach dem Spülgang

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